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Grönland 
Kulinarisches

Kulinarisches


Die wenigen Restaurants Grönlands bieten gutes und außergewöhnliches aber wenig vegetarisches Essen zu skandinavischen Preisen. Da Ackerbau kaum betrieben werden kann, obwohl neuerdings der Klimawandel  den Anbau von Kartoffeln, Gurken und Rhabarber möglich macht, wird meist gefrorenes importiertes Gemüse als Beilage zu Fleisch und Fisch gereicht.

Allgemein gilt das Fleisch des grönländischen Lamms als äußerst schmackhaft, was wohl an der natürlichen Diät der Schafe liegt, die aus Blumen und Beeren besteht. Lammfleisch ist aber aufgrund der aufwendigen Haltung recht teuer und selten.
Gewöhnlicher ist das Fleisch von Moschusochsen und Rentieren als auch Wal- und Robbenfleisch.
Für Liebhaber von Fischgerichten ist Grönland ein wahres Paradies, denn an Forellen, Lachs, Kapitänsfischen und Kabeljau fehlt es hier nicht und auch Garnelen und Krabben sind fester Bestandteil des grönländischen Speiseplans. Der Fisch wird meist getrocknet, geräuchert oder mit Kräutern gepresst.


Klingt dies noch alles recht bekannt und schmackhaft, so wird manch einem bei etwas traditionelleren Gerichten dann doch etwas mulmig.So besteht etwa das „Grönland- Kaugummi“ aus getrockneter Walhaut (mataq), die sehr viel Vitamin-C enthält, gegen Skorbut vorbeugt und so tatsächlich gerne und viel gekaut wird, um die nützlichen Nahrungsbestandteile aufzunehmen.
Auch rohes Walfischsteak erfreut sich großer Beliebtheit, aber das traditionellste Essen ist eine Suppe, die mit Kartoffeln, Zwiebeln und Robben- oder Walfleisch zubereitet wird.
Nachtische werden oft mit Hilfe der heimischen schwarzen Crowberries und Heidelbeeren gemacht.
Auch gibt es typische Bräuche eines Jagdvolks wie zum Beispiel die noch warme Leber eines gerade gefangenen Wales zu essen. Jedoch soll der berühmte Entdecker Knud Rasmussen an einer Spezialität aus dem Norden Grönlands gestorben sein.  Diese wird mit einer Taubenart zubereitet, die etwa wie kleine Pinguine aussieht. Die Vögel werden mit Kartoffeln, Beeren und anderen Kleinigkeiten gestopft und dann in den ausgehöhlten Kadaver einer Seerobbe gelegt. Dort lässt man sie vor Verzehr eine geraume Zeit verrotten. Wer also ein kulinarischer Abenteurer ist, wird in Grönland jede menge Außergewöhnliches zum Kosten und Entdecken finden.

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