Geografie
Die längste Staatsgrenze ist mit 1.270 km die zur Russischen Föderation im Osten. Im Norden grenzt Finnland über 715 km an Norwegen, die 535 km lange Grenze zu Schweden im Nordwesten bilden die Flüsse Könkämäeno, Muonionjoki und Tornionjoki.
Im Westen und Süden grenzt Finnland an Nebenmeere der Ostsee, im Westen an den Bottnischen Meerbusen, im Süden an den Finnischen Meerbusen und im Norden an das Nordpolarmeer. Im Verhältnis zur Oberfläche ist Finnland das Land mit den meisten Seen der Erde. Deshalb hört man auch immer wieder den Titel: „Das Land der Tausend Seen“, auch wenn dies eine Untertreibung ist, denn in Wirklichkeit sind es etwa 188.000 Seen mit einer Oberfläche von mindestens 500 m². Rund 56.000 Seen haben eine Größe von mindestens einem Quadratkilometer. Der Saimaa-See ist der größte See des Landes mit 4.400 km².
Die heutige Landschaft ist entscheidend durch die Eisbedeckung im Eiszeitalter geprägt worden. Gletscher bedeckten bis vor etwa 10.000 Jahren das gesamte heutige Finnland, trugen Gesteine ab und schufen bei ihrem Rückzug weitläufige Moränenlandschaften, die wiederum durch Schmelzwasser umgeformt wurden. Im Binnenland sammelte sich Schmelzwasser in Gletschermulden und älteren Verwerfungen, wodurch die finnischen Seen entstanden.
In den 1860-er Jahren folgte auf den Fund von Gold im Flusssand des Kemijoki ein regelrechter Goldrausch in Lappland. Bis heute wird an den Flüssen Lapplands teils per Hand, teils industriell Gold gewaschen, eine große Untertagemine befindet sich in Pahtavaara bei Sodankylä. Weitere, größtenteils noch unerschlossene Goldvorkommen sind über das gesamte Land verteilt, zuletzt wurde 1996 bei Kittilä eine auf 50 Tonnen Gold geschätzte Lagerstätte entdeckt.
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