Regionen
Der Süden
Die meisten Australier leben an den Küsten des Kontinents, so verwundert es nicht, dass Sydney mit seiner traumhaften Lage an einem Naturhafen und das englisch anmutende Melbourne zusammen bereits mehr als 50% aller Einwohner beheimaten. Die Hauptstadt Canberra wurde gegründet, da sich die Australier nicht auf eine der beiden anderen Metropolen einigen konnten.
Im Süden liegen einige interessante Nationalparks wie der Blue Mountains Nationalpark und der Mt. Kosciuszko Nationalpark in den Snowy Mountains, der Grampians Nationalpark und der Wilsons Promontory Nationalpark. Insgesamt verfügt Australien über die unglaubliche Anzahl von mehr als 500 Nationalparks.
Die Küstenstraße des Staates Victoria trägt den Namen Great Ocean Road nicht ohne Grund, denn hier erwarten die Besucher fantastische Panoramen und bizarr anmutende Sandsteinformationen wie die Zwölf Apostel.
In der Umgebung von Adelaide, der Hauptstadt Südaustraliens, finden Weinliebhaber den idealen Aufenthaltsort im Barossa Valley. Besondere Tiererlebnisse bietet die kleine vorgelagerte Insel Kangaroo Island, auf der Sie den hier lebenden Seelöwen ganz nah kommen können.
Die spektakulären Felsformationen der Flinders Ranges erstrecken sich von Südaustralien bis weit ins Landesinnere und bieten Campern und Wanderern ideale Voraussetzungen für einen gelungenen Aufenthalt.
Der Osten
Die Sunshine Coast gilt als Erholungsgebiet für viele Australier, da sie endlose Strände bietet, die jedoch nicht so übervölkert sind wie die der Gold Coast im Süden von Brisbane.
Wer jedoch wirklich unberührte Strände entdecken möchte, muss nach Fraser Island. Diese größte Sandinsel der Erde lockt den Besucher mit Übernachtungen unter dem Sternenzelt, Wanderungen über Dünen und durch Regenwälder zu azurblauen Seen im Inneren der Insel und zwischen Juli und Oktober mit Walbeobachtungen an den Küsten.
Von der Whitsunday-Küste und den dazu gehörenden Inseln erreicht man über Townsville eines der größten Naturwunder unseres Planeten, das Great Barrier Reef. Unfassbare 2.300 km erstreckt sich dieses Lebewesen entlang der Küste nach Norden. Von Cairns aus lässt sich das Riff auf verschiedenen Schnorchel- oder Tauchexkursionen entdecken.
Australiens Nordosten verfügt außerdem über ausgedehnte tropische Feuchtgebiete, Sümpfe und Mangrovenwälder, Eukalyptuswälder und tropischen Regenwald, der sich bis an die äußerste Spitze der Cape York-Halbinsel erstreckt.
Red Centre
Der Inbegriff Australiens ist das Outback, das oft auch als Red Centre bezeichnet wird. Hier schlägt das Herz jedes Australiers, denn Outback bedeutet endlose Weite, Abenteuer und Freiheit. Die Freiheit, nach Opalen zu schürfen und sein Glück oder auch nur einen kühlen Schlafplatz zu finden, haben viele in Coober Pedy verwirklicht. Unzählige Grabungen haben hier eine Mondlandschaft hinterlassen und einige der Glücksritter tatsächlich reich gemacht.
In Richtung Norden umgeben Sie beiderseits des Stuart Highway charakteristische rote Sandböden, ausgetrocknete Salzseen, versteinerte Dünen und Granitfelsen, die oft mit geheimnisvollen Felszeichnungen von Aborigines versehen wurden. Irgendwann taucht am Horizont mit Mt. Conner ein gewaltiger Tafelberg auf, dann ist es nicht mehr weit zu einem der berühmtesten Wahrzeichen Australiens. Der Monolith Ayers Rock oder Uluru, wie er heute genannt wird, wechselt seine Farbe mit dem Stand der Sonne und gilt als Heiligtum der Aborigines. Zusammen mit einer anderen Felsformation, Kata Tjuta, wurde diese Region in einem Nationalpark zusammengefasst, der von Aborigines verwaltet wird. Rund um die größte Stadt des Outbacks, Alice Springs, bieten sich viele verschiedene Exkursionen wie in den Kings Canyon oder zur Katherine Gorge an.
Der Norden
Darwin ist mit 70.000 Einwohnern die größte Stadt im Norden des Kontinents und ein wichtiger Ausgangspunkt für den Besuch in einen der berühmtesten Nationalparks des Landes. Der Kakadu Nationalpark ist Australiens größter Nationalpark und grenzt an Arnhem Land, ein bis zu 200 m hohes Sandsteinplateau. In der Regensaison von Oktober bis März bilden sich hier unzählige Wasserfälle, die die Sümpfe und Flüsse des Nationalparks speisen. So kommen hier neben unzähligen Vogel-, Fisch- und Säugetierarten auch Reptilien wie die ‚salties’ und ‚freshies’ vor, also die großen Leistenkrokodile und die Süßwasser liebenden Alligatoren. Entsprechende Hinweise, nicht in die Nähe der Gewässer zu gehen, sollten Sie demnach unbedingt beherzigen!
Der Westen
Kaum besiedelt und selten von Reisenden besucht, ist der Westen Australiens noch heute ein naturbelassenes Paradies. Die Kimberleys glänzen mit einsamen Schluchten, kristallklaren Wasserlöchern, aber auch mit kleinen Flecken Regenwald und semi-ariden Steppen. Zwischen Broome im Norden, das von einer weit zurück reichenden Aborigine-Kultur geprägt ist und Perth im Süden Westaustraliens liegen endlose Steppen, erbarmungslose Wüstengebiete, malerische Traumstrände und in den Gewässern fantastische Möglichkeiten, um mit Walhaien oder Delfinschulen schwimmen zu gehen.
Tasmanien
Tasmanien, das überall nur ‚Tassie’ genannt wird, ist der wildeste und kühlste Platz Australiens mit ausgeprägten vier Jahreszeiten. Lediglich die Nord- und die Ostküste sind besiedelt, das Landesinnere jedoch sowie der Süden ist eine einzigartige Wildnis, bestehend aus Regenwäldern, Bergen, unzähligen Flüssen und reichhaltiger Flora und Fauna.
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