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Australien 
Achtung wilde Tiere!

Achtung wilde Tiere!


Australien ist der Kontinent mit den meisten giftigen Tierarten unserer Erde. Wissenschaftler führen dies auf die großen weiten Flächen zurück und die im Verhältnis dazu vereinzelten Beutetiere von Spinnen, Schlangen und anderen Lebewesen. Seien Sie also vorsichtig, besonders, wenn das nächste Krankenhaus einige Stunden entfernt ist.

Gefahren an Land:
Die Wildnis Australiens ist nicht nur schön und romantisch. Sie hat auch Bewohner, die sich gegen unliebsame Eindringlinge und Störenfriede zu wehren wissen.
Dabei sollte man sich bei einem Buschtrip besonders vor Schlangen und Spinnen in Acht nehmen, auch wenn man sich nicht vor aggressiven Angriffen zu fürchten braucht, denn Schlangen sind eher scheu und halten sich versteckt. Meist werden Schlangen durch kräftiges Auftreten auf den Boden durch die Erschütterungen vor dem Menschen gewarnt und ziehen sich zurück. Die meisten australischen Schlangen haben nur kleine Zähne man kann sich leicht mit festem Schuhwerk und langen, festen Hosen schützen, denn 80 Prozent der Bisse finden auf Knöchelhöhe statt. Erste Hilfe ist durch Abbinden des betroffenen Körperteils zu leisten und wenn möglich, sollte die Bisswunde über Herzhöhe gehalten werden bis medizinische Hilfe eintrifft. Bitte Schlangenbisse auf keinen Fall aussaugen! Das Tier zu töten, um es dem Arzt zu zeigen, erleichtert außerdem erheblich die Auswahl des Gegenserums.
Auch gibt es einige giftige Spinnen in Australien, die sehr gefährlich sind. Die Sydney-Trichternetzspinne zum Beispiel löst mit ihrem Biss einen ungemein heftigen Schmerz aus und ihr Gift ist tödlich. Als erste Gegenmaßnahme muss die Bisswunde abgebunden werden und sollte über Herzhöhe gehalten werden. Bei einem Biss durch die Rotrückenspinne, den man durch heftige Schmerzen und starkes Schwitzen wahrnimmt, ist die Kühlung der Wunde wichtig. In jedem Fall, egal ob ein Schlangenbiss oder ein Spinnenbiss vorliegt, sollte unbedingt ein Arzt bzw. das nächste Krankenhaus aufgesucht werden.

Gefahren im Wasser:
Bitte gehen Sie nie baden (Flüsse, Seen, Meer) ohne sich vorher bei der lokalen Strandaufsicht, Surfschule oder Polizei über eventuelle Gefahren informiert zu haben!
Gefährliche Stachel besitzen an den australischen Küsten Seeigel, Steinfische (nur Nordwestaustralien), Skorpionsfische, Katzenfische und Stachelfische (Stachelrochen). Sie verursachen einen örtlichen Schmerz und die Wunde sollte in heißen Wasser liegen bis ärztliche Hilfe eintrifft.
In der Zeit von Oktober bis März befinden sich vermehrt Würfelquallen und Irukandij-Quallen in australischen Gewässern (meist an der Nord- und Ostküste). Ihre Stiche übertragen ein sehr potentes Gift, das lebensgefährlich ist. Doch weisen viele Warnschilder an betroffenden Stränden auf die Quallen hin und in beliebten Baderegionen sind Schwimmzonen mit Netzen abgesichert. Neopren- oder Stichanzüge bieten außerdem Schutz. Auch hilft es nach einem stich die Haut mit Essig einzureiben.
Bei allen Biss- und Stichwunden sowie Brandwunden durch Quallen sollte schnellstmöglich ein Krankenhaus aufgesucht werden!

Bitte seien Sie auch vor Wasserschlangen, Kegelschnecken und Oktopussen auf der Hut! Der gefährlichste Oktopus, der blaugeringelte Krake, ist mit nur wenigen Zentimetern Körperlänge ein Winzling. Aber auch einige Korallen und Seeanemonen verfügen über wirksames Gift, daher sollten Sie bei Tauch- oder Schnorchelausflügen am besten keines der Tiere anfassen!

In Nord- und Nordostaustralien stellen Krokodile eine reelle aber vorhersehbare und vermeidbare Gefahr da, aber im allgemeinen ist lokal bekannt, an welchen Flüssen und Wasserlöchern sie sich aufhalten und man sollte sich generell nicht zu nahe an Flussufer wagen!

Das Schnabeltier ist eigentlich nachtaktiv, kann aber auch manchmal am Tag in kühlen und sauberen Bächen und Flüssen im Süden Australiens gesehen werden. Sie sollten es jedoch vermeiden, ihm zu nahe zu kommen. Es besitzt an seinen Hinterläufen einen Stachel, dessen Gift höllische Schmerzen und Lähmungen hervorruft.

Ein allgemein eher geringes Risiko besteht für Haiangriffe. Der große weiße Hai, der für die meisten Angriffe verantwortlich ist, lebt ausschließlich in den kühlen Gewässern im Süden Australiens sowie rund um Tasmanien. An der tropischen Nordküste ist es großen Haien meistens zu warm und auch in flachen Gewässern fühlen sie sich nicht wohl. Kleinere Riffhaie sind in der Regel harmlos und aufgrund ihrer weißen oder schwarzen Flossenspitze außerdem leicht zu erkennen.

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