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Argentinien & Chile 
Kulinarisches

Kulinarisches


Argentinien ist bekannt für seine Rinder und deren herrliche Steaks und so finden sich selbstverständlich auch zahlreiche Rindfleischgerichte auf argentinischen Speisekarten. Andere typische Zutaten wie Mais sind ebenfalls allgegenwärtig. Dank der zahlreichen Einwanderer aus Italien und Spanien finden sich auch überall Gerichte aus diesen Ländern auf den Speisekarten, so dass sicherlich für jeden Gaumen etwas dabei ist. Genießen Sie außerdem die vortrefflichen Weine. Als Vorspeise oder Zwischengang empfehlen sich Empanadas. Diese aus Blätterteig gefertigte, herzhafte Häppchen ist meist gefüllt mit Hackfleisch, Hähnchenfleisch, Fisch, Käse oder Gemüse, die man nach Belieben in Tomatensalsa dippen kann.
Was man auf keinen Fall verpassen sollte ist ein 'asado' also ein Barbecue. Hier wird dann traditionell Lamm oder Rind zubereitet.
Argentinier essen in der Regel zwei warme Mahlzeiten am Tag. Das Mittagessen wird meist zwischen 13.00 und 15.00 Uhr eingenommen, das Abendessen nach 20.00 Uhr. Bitte beachten Sie, dass die meisten Unterkünfte das Abendessen auch erst um diese Zeit servieren.

Die chilenische Küche ist keineswegs ein Ableger der spanischen Küche, wie viele vermuten. Vielmehr gibt es eine Vielzahl von Einflüssen – vielfach auch von deutschen Einwanderern. So finden sich etwa deutsche Bezeichnungen wie „Kuchen“ oder „Apfelstrudel“ auch im Wortschatz der chilenischen Konfiserie. Auch der Christstollen ist als Weihnachtsgebäck bekannt. Ebenfalls auf deutsche und andere mitteleuropäische Einflüsse zurückzuführen ist das typisch chilenische Sauerkraut (Chucrú vom französischen Choucroute), die Vorliebe für quarkähnliche Frischkäsezubereitungen und die vor allem im Süden sehr starke Brautradition. Viele Biere werden nach dem deutschen Reinheitsgebot gebraut und oft wird aus deutschen Anbaugebieten importierter Hopfen verwendet.
Als einem der Ursprungsländer der Kartoffel finden sich auch sehr viele unterschiedliche Speisekartoffelsorten. Neben einem reichen Angebot an Fisch und Meeresfrüchten wird in Chile sehr gerne Huhn gegessen. Gegrilltes Fleisch, ein so genannter Asado, gehört wie im Nachbarland Argentinien zu den traditionellen Speisen bei geselligen Anlässen. Neben Rind- und Schweinefleisch werden dabei vor allem würzige Paprikawürste (Longanizas) verwendet.
Zu den Nationalgerichten zählt die chilenische Empanada, das sind unterschiedlich (bspw. mit Rindfleisch, Hühnchen, Meeresfrüchten oder Käse) gefüllte Teigtaschen, die im Ofen gebacken oder frittiert zubereitet werden können. Die Cazuela ist ein kräftiges Eintopfgericht, in dem Hühnchen oder auch Rindfleisch, Maiskolben (Choclos), Kürbis und weiteres Gemüse verwendet wird. Als Humitas wird ein Maisbrei bezeichnet, der in Maisblättern gekocht und süß oder salzig gegessen wird. Pebre ist eine aus scharfem Paprika, fein gehackten Zwiebeln und Kräutern zubereitete Öl-Zitronen-Sauce, die vor allem zu Fleisch, aber auch als Würze zu anderen Gerichten gereicht wird. Beliebt sind auch mit getrocknetem Kelp, Cochayuyo genannt (es handelt sich um Braunalgen der Art Durvillaea antarctica), zubereitete Beilagen. Die relativ geschmacklose Alge wird dazu klein geschnitten und mit Zwiebeln, unterschiedlichen Gewürzen und Kräutern und unter Umständen auch Hülsenfrüchten oder anderem Gemüse vermengt gegart. Der klassische chilenische Schnellimbiss ist der Completo, eine Art Hot Dog (Perrito), der mit reichlich Avocadomus (Palta) und Sauerkraut oder Krautsalat (Chucrú) gereicht und mit Tomatenketchup und dem mild-süßen chilenischen Senf gegessen wird.
Der Wein in Chile ist von sehr guter Qualität und wird seit vielen Jahren mit großem Erfolg auf den Weltmarkt exportiert. Das Land gehört mittlerweile zu den sechs bedeutendsten Weinproduzenten der Welt. Rebsorten wie Merlot und Cabernet Sauvignon sind im Rotweinsegment weit verbreitet und werden auf verschiedenen Qualitätsstufen produziert. Eine exklusive Rebsorte ist die Carménère, eine besonders empfindliche Sorte von außergewöhnlicher Qualität, die heute (da in Frankreich durch Reblausbefall ausgestorben) praktisch nur noch in Chile angebaut wird.

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