Reisedokumente
Während unserer verschiedenen Expeditionskreuzfahrten in die Antarktis werden Landgänge unternommen, um die antarktische Landschaft sowie das Tierleben zu entdecken. Die wichtigsten Regionen, die Sie auf unseren Reisen entdecken können, möchten wir Ihnen an dieser Stelle genauer vorstellen.
Die Antarktische Halbinsel und die subantarktischen Inseln: South Shetlands und South Orkneys
Zwei Tagesreisen von Ushuaia entfernt jenseits der berüchtigten Drake-Passage liegen die subantarktischen Inseln. Die South-Shetland-Inseln liegen parallel zur Antarktischen Halbinsel, nur durch die Bransfield Strait von ihr getrennt. Hier treiben die ersten Eisberge am Schiff vorüber, und hier befindet sich (auf King George Island) die äußerste antarktische Pinguinkolonie.
Die South-Orkney-Inseln sind berühmt für die große Anzahl an Walen, die sich hier aufgrund des üppigen Nahrungsangebots einfinden. So heißt eine Stelle bei Shag Rocks bezeichnenderweise ‚Whale Heaven’.
Die Antarktische Halbinsel bietet fantastische Landschaften und eine große Tiervielfalt. Im Sommer werden eisfreie Gebiete von unzähligen Seevögeln als Brutstätte genutzt und die planktonreichen Gewässer rund um die Halbinsel von verschiedenen Walarten aufgesucht. Aber auch das neben dem Orca größte Raubtier der Antarktis, der Seeleopard, kommt hier vor, denn hier lebt seine Leibspeise, verschiedenartige Pinguine, zumeist in mächtigen Kolonien.
Die Falkland-Inseln (Malvinas)
Die Falkland-Inseln gehören nicht wirklich zu den subantarktischen Inseln, werden jedoch von vielen Kreuzfahrtschiffen in ihre Route eingebunden. So sind die Inseln dann auch merklich grüner. Sie sind nicht nur von Menschen bewohnt, sondern werden auch von großen Albatros-, Pinguin- und Kormorankolonien bevölkert. Da auch die Gewässer um die Inseln sehr tierreich sind, bietet sich gerade hier ein Aufenthalt für Tierfreunde an. Die Landschaft besteht aus sanften Hügeln und Heideflächen, die für die Schafzucht genutzt werden und für eine große Vielfalt an Wildblumen ein Habitat bietet.
South Georgia
South Georgia ist eine der größten subantarktischen Inseln. Da die Gewässer rund um die Inseln das ganze Jahr über eisfrei bleiben, haben sich die Königspinguine diese Insel als Nistplatz auserkoren. Die 170 km lange Insel verfügt über mehrere hohe Berge (bis zu 2.000 m) und mehr als 160 Gletscher.
Außer den Königspinguinen haben sich hier auch die mächtigen Seeelefanten und im Vergleich zu den großen Verwandten die kleinen Pelzrobben angesiedelt. Des Weiteren nisten hier im Sommer viele unterschiedliche Vogelarten, darunter auch die auf dem Boden ungelenk wirkenden Albatrosse.
Berüchtigt war South Georgia während der Walfangperiode, als hier täglich zehntausende Wale industriell verarbeitet wurden.
Die Ross-Sea-Region
Die Ross-Sea-Region ist aufgrund ihrer Lage lediglich von Australien oder Neuseeland aus zu erreichen, doch die weite Anreise lohnt unbedingt! Diese Region kann nur für kurze Zeit im Hochsommer mit Eisbrechern oder speziell eisverstärkten Schiffen befahren werden, da der Weg durch mehr oder weniger dichtes Packeis führt. Dies ist das Gebiet des Kaiserpinguins, wo ausgedehnte Packeis-Flächen und imposante Gletscher majestätische Aussichten bieten.
Die Ross-Eiskappe entspricht in ihrer Ausdehnung in etwa der Größe Frankreichs. Entlang dieses Plateaus und seiner turmhohen Eiswände zu fahren, ist ein besonders eindrückliches Erlebnis.
Auf der Ross-Insel kann noch heute die Hütte besichtigt werden, in der Shackleton und Scott, zwei berühmte Südpolforscher, einst überwinterten.
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