Regionen
Die Küstenwüste Namib und ihre tierischen Bewohner beziehen den lebensnotwendigen Anteil an Feuchtigkeit aus täglichen Frühnebeln, die der kalte Benguela-Strom verursacht. Das Sossusvlei ist eine vegetationsarme Salzpfanne, die von den welthöchsten Sterndünen umschlossen wird. Bis zu 300 Meter hoch können sie werden. Zu erreichen sind sie von Sesriem aus, dem Zentrum des mit nahezu 50.000 Quadratkilometern größten Wildpark Afrikas, dem Namib-Naukluft-NP.
Mit etwa 160km Länge, an manchen Stellen bis zu 27km Breite und bis zu 550m Tiefe ist der Fish River Canyon der größte Canyon Afrikas. Der Rand der Schlucht ist mit dem Auto zu erreichen und bietet eine atemberaubende Aussicht.
Zentralnamibia
Viele Häuser des 25.000 Einwohner zählenden Seebades Swakopmund stammen aus der Kolonialzeit und tragen noch heute ihre deutschen Namen, so zum Beispiel das Alte Amtsgericht oder das ehemalige Lazarett. Inzwischen hat sich Swakopmund aber auch zu einer Art Fun-Park entwickelt, wo Adrenalinsüchtigen alles vom Dünen-Snowboarden bis zum Fallschirmspringen geboten wird.
Im Norden der Namib sind hauptsächlich graue Schotterwüsten vertreten, auf denen z.B. die Welwitschia wächst, eine Pflanze, die vermutlich mehr als 2.000 Jahre alt werden kann und die man auf dem Welwitschia Drive bewundern kann, der unweit der Stadt Swakopmund beginnt.
Zwischen sanften Hügeln auf einer Höhe von 1.660m gelegen, bietet die Hauptstadt Windhoek ein angenehmes Kleinstadtflair. In den Straßen der Stadt spiegelt sich die kulturelle Vielfalt des Staates Namibia: Ovambo, Herero, San, Europäer und viele weitere Kulturen sind hier anzutreffen. Besuchen Sie die Galerien und Museen und genießen Sie auch die fantastischen Restaurants und Bars, die Windhoek zu einer der aufregendsten afrikanischen Hauptstädte machen.
Der Norden Namibias
Der bedeutendste Nationalpark Namibias, der Etosha NP, wird dominiert von einer großen Salzwüste, der Etosha-Pfanne, die von Gras-, Busch- und Baumsavanne umgeben ist. Während der Regenzeit läuft die Pfanne voll und bietet dann Tausenden von Wasservögeln ein Zuhause. Der Etosha NP beherbergt das ganze Jahr über eine große Vielfalt an Großwildarten, darunter auch die seltenen Spitz- und Breitmaulnashörner, Elefanten, Giraffen, verschiedene Großkatzen und Antilopenarten.
Das Sandsteinplateau des Waterberg Plateau Parks erhebt sich 150 m über die umgebende Ebene. Es ist Heimat unzähliger Tiere. Unter anderem fühlen sich hier besonders die Säbel- und die Pferdeantilope sowie das Breitmaulnashorn wohl. Hier bieten sich viele verschiedene Wanderungen oder ein Ausflug auf das Plateau an.
Der Norden Botswanas
Kasane ist eine kleine Stadt an der Grenze zu Sambia und Simbabwe und gilt als Tor zum Chobe NP, der sich südlich der Stadt auf über 11.000 Quadratkilometern ausbreitet und Heimat von weit mehr als 70.000 Elefanten ist. Er teilt sich in drei Landschaftseinheiten auf: die Region rund um den Chobe-Fluss, Savuti im Westen des Parks (eine Landschaft aus Halbwüste und Grassavannen) und Ngwezumba, geprägt von Lehmpfannen und Mopane-Wäldern.
Maun ist das Drehkreuz in das Okavango Delta und hat sich aufgrund dieser Tatsache in den letzten Jahren zu einer – für botswanasche Verhältnisse – Großstadt entwickelt. Vom Flughafen starten täglich dutzende Flüge in das größte Delta der Welt. Hier versickert der Okavango in der Kalahari und hinterlässt eine etwa 20.000 Quadratkilometer große Sumpf- und Kanallandschaft. Ein aufgrund der ausgeprägten Tierdichte unter besonderem Schutz stehendes Gebiet ist das Moremi-Schutzgebiet, das zum Okavango Delta gehört. Im Delta ist das beste Fortbewegungsmittel eine Art Einbaumboot, das so genannte Mokoro.
Südöstlich des Okavango Deltas befindet sich der Nxai Pans NP. Geprägt ist dieser Park durch ausgedehnte Salzpfannen sowie Grassavannen mit einzelnen Mopane-Bäumen und Baobabs. Da dieser Nationalpark sich auf der Wanderroute großer Tierherden befindet, kann man besonders in der Regenzeit hier unterschiedlichste Herden antreffen.
Südlich des Nxai Pan Nationalpark gelegen, breitet sich der Makgadikgadi NP auf fast 5.000 Quadratkilometern aus. Ein großer Teil des Parks entfällt auf Salzpfannen, die selbst vegetationslos sind, lediglich an ihren Rändern ist Trockensavanne vorzufinden. Besonders in der Regenzeit, wenn sich einige der Pfannen mit Wasser gefüllt haben, zieht der Park große Vogelscharen und andere Wildtiere an.
Victoriafälle
Die Victoriafälle befinden sich im Grenzgebiet von Simbabwe und Sambia und sind von beiden Seiten gut zu erreichen und zu besichtigen. Der erste Europäer, der die Victoriafälle entdeckte, war David Livingstone und so benannte man den Ort nahe der Fälle Livingstone, der Ort auf der simbabwischen Seite heißt Vicfalls.
Die Einheimischen nennen den Wasserfall Mosi-oa-Tunya, der donnernde Rauch. Angesichts des bis zu 300 m aufsteigenden Sprühnebels und des ohrenbetäubenden Donnerns, das die fallenden Wassermassen hervorrufen, ist dies ein treffender Name. Auf einer Breite von nahezu zwei Kilometern ergießt sich der Sambesi über eine 110 m abfallende Felswand. Bei Hochwasser fließen bis zu 10.000 Kubikmeter Wasser pro Sekunde den Wasserfall hinunter, in der Trockenzeit lediglich 170 Kubikmeter.
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