Geografie
Namibia erhielt seinen Namen aufgrund der dominierenden Landschaftseinheit, der Wüste Namib. Sie ist die älteste Wüste der Welt, entstanden vor etwa 130 Millionen Jahren. Namibia ist das trockenste Land südlich der Sahara. Nur wenige Pflanzen und Tiere haben es aufgrund ihrer hohen Anpassung geschaft, diesen lebensfeindlichen Umständen zu trotzen. Namibia lässt sich in fünf geografische Großeinheiten einteilen: die Wüste Namib mit ihren Küstenebenen, das ostwärts auslaufende Zentralplateau mit seinen Inselbergen, die Kalahari-Wüste entlang der Grenzen zu Botswana und Südafrika, das baumbewachsene 'Buschfeld' der Kavango- und Caprivi-Region sowie die unheimlich anmutenden Dünen entlang der Skelett-Küste.
Wasser kommt im Innern Namibias nur noch in der Regenzeit vor, doch einst muss es hier viel mehr davon gegeben haben. Beleg dafür ist der dramatische Fish River Canyon, den ein Fluss tief in die Landschaft eingegraben hat. Entlang der Grenze zu Angola herrscht jedoch noch heute kein Wassermangel, hier fließen gleich mehrere wasserreiche Flüsse: der Kunene, Okavango, Linyanti, Chobe und der Sambesi.
Botswana ist das Herzstück des Zentralafrikanischen Beckens, das sich im Laufe von Jahrmillionen mit Sand füllte und so die Kalahari bildete, die ihrerseits 85% der Fläche Botswanas einnimmt. Der größte Teil des Landes ist flach. Sanddünen gibt es entgegen der landläufigen Erwartung einer Wüste lediglich im Südwesten.Im Nordosten dehnen sich die größten Salzwüsten der Erde aus, die Makgadikgadi Salzpfannen, Überreste eines einstigen Mega-Sees.
Inmitten dieses ausgetrockneten Landes findet sich das größte Binnendelta der Erde: Hier schlängelt sich der Okavango aus Angola in die unwirtliche Kalahari und bildet ein 16.000 Quadratkilometer großes Labyrinth aus Wasserkanälen und grünen Oasen.
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